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Browser-Trends

13.07.09

Vieles bewegt sich derzeit am Browser-Markt

 

Nachdem Microsoft erst kürzlich den Internet Explorer 8 ins Rennen schickte (wir berichteten im letzten Newsletter), holt die Konkurrenz vereint zum Gegenschlag aus: Binnen weniger Wochen erschienen Safari 4, Google Chrome 2, Firefox 3.5 und die offizielle Beta von Opera 10. Darum stellen wir Ihnen nachfolgend die neuen Kandidaten vor.

 

Safari 4

Apple eröffnete mit dem Erscheinen des Safari 4 das Rennen um die neue Browserkrone. Besonderes Augenmerk legte man auf die maßgeblich gesteigerte Leistung mittels der neuen NitroEngine, welche bis zu 8 mal schneller als der Internet Explorer 8 und immerhin noch ganze 3 mal schneller als bisherige Firefox. Darüber hinaus punktet der Safari 4 mit einer schicken Anzeige Ihrer Lieblingssites, welche sogar automatisch auf Veränderungen geprüft werden. CoverFlow heißt die zweite große Neuerung von Apple: Safari sucht während der Eingabe eines Suchbegriffs direkt in History oder Verlauf. So haben Sie auf einen Blick eine Vorschau der gesuchten Seite. Safari ist verfügbar für MacOS X und Windows.

 

Google Chrome 2

Mehr als 300 Fehler hat man bei der neuen Version von Chrome ausgemerzt, der Browser ist deutlich stabiler und schneller geworden. Auch die ohnehin schon schnellste JavaScript-Engine der Welt namens V8 wurde nochmals verbessert und soll nun selbst umfangreiche parallele Funktionen problemlos bewältigen können. An der Oberfläche hat sich weniger getan: Neben einem Vollbild-Modus hat man nun auch die Möglichkeit einzelnde Websites aus seiner Lieblingsliste zu entfernen. Derzeit ist Chrome nur für Windows verfügbar, Versionen für Linux und MacOS X sind aber bereits in Arbeit und sollen mit Version 3 des Browsers verfügbar sein.

 

Firefox 3.5

Der neue Firefox ist sowohl konsequente Weiterentwicklung, als auch etwas Neues: Neben der weiter verbesserten Rendering-Engine Gecko, welche nun auch neueste Video- und Audio-Formate direkt im Browser unterstützt und weitreichende Verbesserungen bei Darstellung und Anwendung von neuen Webtechnologien, wurde die komplett neue JavaScript-Engine TraceMonkey eingebaut, welche wesentliche Fortschritte in Leistungsfähigkeit und Zukunftsorientierung verspricht. Darüber hinaus hat hat das standortbezogene Surfen Einzug gehalten, welches es Websites ermöglicht dem Besucher ganz besonders gut angepasste Inhalte zu präsentieren und das Surfen deutlich zu vereinfachen, ohne dabei die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Durch die sehr gute Erweiterbarkeit, die Unterstützung von über 70 Sprachen und den Betriebssystemen Windows, MacOS X und Linux ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland der Firefox mittlerweile mit knapp 64% Marktanteil die klare Nummer 1 ist.

 

Opera 10 Beta

Die Norweger schicken sich an mit Ihrer Version 10 das Internet zu revolutionieren: das Augenmerk wurde auf langsame Internet-Verbindungen und schwerfällige Websites gelegt. Auf Knopfdruck wird der Opera-Turbo aktiv, welcher die Seite über hauseigene Server der Norweger drastisch verkleinert und dann erst zum Browser geschickt. Selbst große Websites laden so in wenigen Sekunden. Zweiter und vielleicht noch wichtigerer Punkt ist OperaUnite: Statt die Daten ausschließlich über fremde Server auszutauschen bietet Opera nun die Möglichkeit den Browser selbst um einen eigenen Server und eigene Dienste zu erweitern: die Besucher können nun direkt auf bereitgestellte Dienste des heimischen Computers zugreifen. Daneben werden Verbesserungen wie die 40% schnellere Rendering-Engine und die kommende neue JavaScript-Engine, ein Auto-Update, Rechtschreibhilfen, ein verbesserter EMail-Client und ein überarbeitetes Interface fast nebensächlich. Opera 10 ist verfügbar für Windows, MacOS X und Linux-Systeme.

 

(d.j.)